Fruchtbarkeits Behandlung und IVF
Kinderwunsch Behandlungen / Fruchtbarkeits Behandlungen
Ihre therapeutischen Möglichkeiten bei Kinderwunsch
Eine ausbleibende Schwangerschaft kann viele Ursachen haben. Nicht selten ist es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass der Kinderwunsch bisher unerfüllt geblieben ist.
Darum spielt das Patientengespräch in unseren Kinderwunschzentren eine so große Rolle.
Mitunter verhelfen schon eine optimierte Zykluskontrolle und Geschlechtsverkehr zum richtigen Zeitpunkt zum Erfolg. Liegt tatsächlich eine Fertilitätsstörung bei der Frau, beim Mann oder bei beiden Partnern vor, bietet die moderne Reproduktionsmedizin verschiedene therapeutische Optionen. Unser erfahrenes Team wird Ihnen die beste Behandlung für Ihre individuelle Situation empfehlen und Sie im Behandlungsverlauf einfühlsam begleiten.
Behandlungsmöglichkeiten im Überblick
Hormonbehandlung:
Mit einer Hormonbehandlung wird die Eizellenreifung vor der künstlichen Befruchtung stimuliert. Gleichzeitig lässt sich der Eisprung genau steuern.
Intrauterine Insemination (IUI):
Nach dem durch Hormonstimulation ausgelösten Eisprung der Frau werden die aufbereiteten Spermien des Partners mit einem Katheter direkt in die Gebärmutter übertragen. Eine Insemination wird z. B. bei leichten Fertilitätsstörungen des Mannes angewendet.
In-vitro-Fertilisation (IVF):
Bei der IVF werden der Frau nach hormoneller Stimulation gereifte Eizellen entnommen und mit etwa 50.000 aufbereiteten Spermien des Partners zusammengebracht. Die Befruchtung der Eizellen findet außerhalb des Körpers, aber aus eigener Kraft statt. Gelingt die Befruchtung, werden nach 2-5 Tagen meist zwei Embryonen in die Gebärmutter übertragen.
Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI):
Sind die Erfolgschancen einer IVF gering, weil die Anzahl geeigneter Spermien zu gering ist, können die nach Hormonstimulation gewonnenen Eizellen im Labor durch Mikroinjektion mit jeweils einer Samenzelle befruchtet werden. Die entstandenen Embryonen werden, wie bei der IVF, in die Gebärmutter übertragen.
Embryotransfer:
Durch künstliche Befruchtung gezeugte Embryonen werden mit einem sehr dünnen Katheter durch die Scheide und den Muttermund in die Gebärmutterhöhle übertragen. Der Vorgang ist schmerzfrei für die Frau und dauert wenige Minuten.
Blastozystentransfer:
Es gibt die Möglichkeit, Embryonen nicht schon am 2. oder 3. Tag ihrer Entwicklung zu transferieren (üblich bei IVF/ICSI), sondern erst nach dem Erreichen des Blastozystenstadiums an Tag 5. Das ermöglicht besonders gute Schwangerschaftsprognosen.
Kyrokonservierung:
Werden bei der Hormonbehandlung mehr Eizellen gewonnen, als für einen IVF-/ICSI-Zyklus erforderlich sind, können diese schonend eingefroren und zu einem späteren Zeitpunkt für eine weitere künstliche Befruchtung verwendet werden.
TESE/MESA:
Befinden sich keine befruchtungsfähigen Spermien im Samenerguss des Mannes, können möglicherweise Spermien aus den Nebenhoden (MESA) oder durch eine Biopsie aus dem Hodengewebe (TESE) entnommen und für eine künstliche Befruchtung per ICSI verwendet werden.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Kinderwunsch
Nicht immer sind medizinische Gründe bzw. Fertilitätsprobleme der Grund für die Behandlung in unseren Kinderwunschzentren. Unser Therapiespektrum umfasst auch darüber hinausgehende Aspekte eines Kinderwunsches.
Social Freezing: Frauen im gebärfähigen Alter haben die Möglichkeit, unbefruchtete Eizellen einzufrieren, um die Chancen auf eine Schwangerschaft in späteren Jahren zu erhöhen. Ursprünglich für Krebspatientinnen entwickelt, nutzen viele jüngere Frauen diese Technik heute, um ihre Familienplanung auf später zu verschieben.
Behandlungsablauf
1. Zyklustag: Erster Arztbesuch. Wenn nicht schon vorab geschehen, werden benötigte Tests durchgeführt. Besprechung des Behandlungsplans mit dem Arzt.
2. Zyklustag: Beginn der Stimulation der Eierstöcke. Bluttests der Frau. Ultraschalluntersuchung.
Zwischen dem 3. Und 14. Zyklustag: Alle 2-4 Tage Kontrollbesuche beim Arzt. Bluttests der Frau und Ultraschalluntersuchung.
14. oder 15. Zyklustag: Eizellentnahme unter Narkose.
Zwischen dem 15. und 20. Zyklustag: Embryologische Arbeit.
Direkter Embryo Transfer (Fresh Embryo Transfer)
Zwischen dem 17. Und 20. Zyklustag: Embryotransfer (Abhängig von der Reife des Embryos)
14 Tage später wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt.
Kryotransfer (Frozen Embryo Transfer)
Nach der Eizellentnahme kehrt die Patienten zurück nach Hause und wartet 1-2 Monate. Diese Technik wird als „freeze-all“ bezeichnet und angewendet, damit die Gebärmutter wieder in den Normalzustand zurückkehrt und auf den Embryotransfer vorbreitet ist.
Während dieser Zeit kann auch die Präimplantationsdiagnostik (genetische Untersuchung) am Embryo durchgeführt werden.
In dem Monat, wo mit Zustimmung des Arztes der Transfer stattfinden soll, beginnt der Patient mit der Einnahme der Medikamente (Estrofem, Coraspin (dt. ASS), Vitamine – alle vom Arzt verschrieben).
Am 14. Zyklustag muss die Patientin zur Untersuchung in der Klinik anwesend sein.
Zwischen dem 17. Und 20. Zyklustag: Embryotransfer (Abhängig von der Reife des Embryos)
14 Tage später wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt.
*Abweichungen des Behandlungsablaufs bei Sonderfällen möglich
